Der Panda geht in Deckung: WWF-Krisenkommunikation läuft nur langsam an.

Der WWF steht weiterhin unter schwerem Beschuss. Bisher hat die Naturschutzorganisationen der Entrüstung ihrer Fans nur wenig entgegen zu setzen. Auslöser der Krise war die ARD-Dokumentation „Der Pakt mit dem Panda“.

Die Diskussion auf der Website des WWF läuft weiter. Allerdings ist das kaum die geeignete Plattform, wie Blogger Thomas Knüwer in seiner Kritik anmerkte. Ein Live-Chat wäre die bessere Lösung gewesen. Mittlerweile gibt es rund 830 Kommentare im Forum. Die Netzanbindung ist wackelig, die Seite unübersichtlich.

Am liebsten gar nicht darauf hinweisen: WWF-Krisenkommunikation auf der Homepage.

Nach wie vor findet sich das Thema nicht als Aufmacher auf der Homepage, sondern verschämt versteckt am unteren rechten Rand der Page. Unübersichtlich und langsam, das sind beides keine guten Bedingungen für einen Dialog.

Bis gegen 11:40 Uhr heute konnten sich die enttäuschten Unterstützer und Fans des WWF auf dessen Facebook-Seite austoben. Alle, die dem WWF schon immer mal die Meinung sagen wollten, kommen hier zu Wort. Zu Wort kommen auch alle, die sich einfach mal nur so austoben wollen. Jetzt scheint der WWF zu moderieren. Höchste Zeit. Auch auf Twitter findet wieder eine moderierte Diskussion statt, unter @wwf_deutschland. Der Account @wwf_antwortet ist weiterhin abgeschaltet.

Zu Facebook: Blogger Thomas Hutter hatte angeregt, rechtzeitig eine Landingpage zum Thema einzurichten und die Diskussion dorthin umzuleiten. Die Kommentarfunktion auf der Pinnwand hätte dann kurzfristig gesperrt werden können. Das wäre eine gute Möglichkeit gewesen, die Kommentare zu kanalisieren.

Der Shitstorm auf Facebook geht weiter. Bis 11:40 Uhr ohne Moderation des WWF.

Für den Kriseneinsatz scheint der WWF viel zu wenig Personal einzusetzen. Auf den Social Media-Kanälen fand bisher kaum Moderation statt, wenn überhaupt. Nun ist es so, dass Social Media keine Einbahnstraße ist. Für den WWF scheinen Facebook & Co. bisher nur nützliche Tools gewesen zu sein, um nette Nachrichten unter die Leute zu bringen. Jetzt zeigt sich die andere Seite von Web 2.0. Und hier ist schnelle und souveräne Aktion gefragt.

Der WWF war auf die Krise definitiv nicht ausreichend vorbereitet. Es war eine Krise mit Ansage. Die Antwort des WWF kam zögernd und defensiv. Zu ungewohnt ist es vielleicht für die Naturschützer, selber als die Bösen im Rampenlicht zu stehen. Das erfordert Umdenken, weg von einer Kommunikation der Presseerklärungen, hin zu einem echten Dialog. Da steht der Naturschutzorganisation noch einige Arbeit bevor.

Blogger Michael Friedrichs hatte sich ebenfalls ausführlich mit der Reaktion des WWF befasst. Sehr lesenswert.

23 comments on “Der Panda geht in Deckung: WWF-Krisenkommunikation läuft nur langsam an.

  1. Was mir hier auffällt ist, dass die Krisenprävention anscheinend den Bereich Krise im Social Web komplett falsch angegangen ist, wenn überhaupt. Aus der externen und unbeteiligten Sicht scheint es so, dass gar nicht bekannt ist, war, wie und was passieren kann und auch passieren wird. Vor allem auch nicht, wie darauf zu reagieren ist.

    Ich denke, dass hier noch bei vielen Unternehmen Hausaufgaben zu machen sind. Bei denen liegt dann der Schwerpunkt darauf, wie reagiere ich auf Social Media Krisen und was ist anders zu der Krisenkommunikation, auf die ich per se vorbereitet bin und die geübt ist. Spannende Entwicklung.
    Vielen Dank für den Beitrag.
    Olaf

    1. Hallo Herr Grewe,

      das sehe ich auch so. Im Social Web war der WWF definitiv nicht vorbereitet. Ein Grund mag sein, dass der WWF Social Media bisher vorrangig unter dem Gesichtspunkt „toller neuer Werbekanal“ angesehen haben mag und sich der Risiken nicht bewusst war. Dafür würde sprechen, dass sie viel zu wenig Personal einsetzen und die Kommunikation sehr zögerlich läuft. Man sah schlicht nicht die Notwendigkeit, hier Ressourcen bereit zu stellen, so mein Eindruck. Das Selbstbild, die Guten zu sein, die auch über Facebook nicht angegriffen werden, mag zusätzlich eine Rolle gespielt haben.

      Die Reaktionszeiten auf Facebook & Co. sollten im Krisenfall sehr kurz sein. Das bedeutet, dass die PR-Crew vorbereitet und eine entsprechende Struktur da ist. Krisenprävention und vor allem Monitoring sind entscheidend. Davon war beim WWF wenig zu sehen.

  2. Nachdem Ihr jetzt überlegt habt, wie sich die WWF am besten in der Krise aus der Affäre hätte ziehen können bzw. wo die Fehler in der medialen Kommunikation lagen, könnt Ihr ja auch einmal darüber nachdenken, welche moralischen Rückschlüsse das in Bezug auf Euch zulassen könnte.
    Habt Ihr keinen Kodex ?
    Würdet Ihr jeden unterstützen ganz egal was er tut und somit dabei behilflich sein gewisse Dinge zu schönen, die uns auf kurz oder lang alle tangieren ? Gibt es für Euch eigentlich eine Grenze bei der Ihr sagt, das unterstütze ich nicht ?
    Denkt Ihr, dass Ihr auf dieser Theaterweltbühne eine Verantwortung habt ?
    Klar wissen wir vermutlich alle, wie man diesen Mist sogar in eine geschenkte kostenlose positive Publicity hätte umwandeln können,
    denn jeder Skandal ist auch eine Chance. Aber würdet Ihr es wirklich tun, nur weil es möglich wäre und nur weil es sowieso jemand anderes tun würde, wenn man es nicht selbst erledigt ?
    Nur in einem Punkt denke ich sind wir uns wahrscheinlich alle einig, den bisherigen Medienberater würde ich feuern.

    1. Hallo Anonym,

      ich würde es ja auch besser finden, Sie unter einem „richtigen“ Namen anzusprechen. Aber sei es drum. Ich denke, und das habe ich auch gesagt, dass der WWF nicht auf diese Krise vorbereitet war. Warum das so ist, darüber habe ich gebloggt, und viele andere auch. Ein Grund könnte gewesen sein, dass sich der WWF bisher wie so viele andere Nonprofits nicht wirklich angreifbar gefühlt hat. Schon lange hat es keine derartige Attacke mehr gegeben. Seit der ARD-Doku ist das anders.

      Ich glaube, dass der WWF gut bedient ist, wenn er die Meinungen der diversen Kommunikationsexperten aufnimmt und sich kritisch fragt, was er beim nächsten Mal besser machen könnte. Soweit zu unserer (Neben-)Rolle auf der Theaterweltbühne. Denn über Eines bin ich mir sicher. Es wird ein nächstes Mal geben. Und hier hat @Olaf Recht: Der WWF muss sich der Diskussion stellen. Dazu war er am Anfang nicht wirklich bereit, sonst wäre die Sache anders verlaufen. Und ich hoffe, dass er das beim nächsten Mal professioneller tut. Im übrigen glaube ich nicht, dass der WWF Medienberater eingesetzt hat. Das war die eigene Pressestelle. Zum Thema Kodex hat @Olaf alles gesagt. Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen.

  3. Hallo Anonym

    Interessante Fragen, vor allem, weil Sie die anonym stellen. Ein guter Kodex besagt auch, dass man unter Klarnamen auftritt. Aber sei’s drum

    Ich finde die Fragen wirklich gut und wichtig zu stellen. Und ja, solange ich persönlich hinter der Sache stehen kann, ich gegen kein Gesetz verstosse, die Menschenwürde achte, gewisse christliche Grundsätze nicht missachte etc. bin ich bereit jeden zu unterstützen, der es aus meiner Perspektive verdient.

    Auch wenn wir auf dieser Theaterweltbühne nur die Nebenrollen übernehmen, so können wir doch den Diskurs ermöglichen. Eine vernünftig gesteuerte Diskussion bringt mehr, als die ein oder andere Seite abzuwürgen. Und darum geht es hier. Der WWF muss sich der Diskussion stellen, sie in vernünftige Bahnen lenken und Stellung beziehen. Wie er das derzeit tut ist umstritten und nicht optimal. Wir können ihm helfen, besser zu kommunizieren und daraus erwächst die Chance.

    Richtig, jede Krise ist eine Chance. Eine Chance, selber zu lernen, sein Verhalten anzupassen und somit sich weiterzuentwickeln. Da geht es nicht mal um die Sache an sich.

    Und klar ist: Aus reinem Sportsgeist übernimmt man wohl kaum ein solches Mandat, auch, wenn der „Siegeswillen“ eine Rolle spielen muss.

  4. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Sendung war das Krisenmanagement und vor allen die „Krisenkommunikation“ mehr als erbärmlich. Ich habe derartiges erfolgreich für Probleme mit deutlich mehr finanziellem Gefährdungspotential gemacht und so etwas wie Doerte Bieler (fast ein Fall für Schadensersatz :-)) abgeliefert hat wäre nicht einmal ansatzweise akzeptabel gewesen. Wenn das alles ist, was WWF (Deutschland) zu bieten hat, dann viel Spaß noch. Krisenmanagement heißt nicht sich raus zu lügen/schweigen/reden, sondern rechtzeitig, oder wenn es dumm kommt nachträglich zu Retten, was zu retten ist. Zig Jahre Arbeit sind nicht völlig vergeblich gewesen. Vielleicht muss man ein „Ethic Department“ einführen um nicht noch weitere grosse Glaubwürdigkeitsverluste einzufahren und wieder on track zu kommen. Die Tiere und der Tierschutz sind es auch in einer wirtschaftsdominierten Welt wert und man muss nicht gleich die konstruktive Kommunikation mit der Industrie oder den Tierschützern einstellen. Vielleicht kapiert auch WWF das man Krisenmanagement nicht mit Hobbywerkern machen kann. Sorry, kann schon, aber wahrscheinlich nur einmal!

    @anonym Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Auch Institutionen wie das Rote Kreuz oder UNESCO oder CARITAS etc. haben ihre Probleme und Skandale. Man sollte nicht alles ächten, weil Einiges falsch ist. dazu ist Krisenmanagement auch da. Krisenprävention soll mit „Risikomanagement/Kommunikation auch gegen Überschwemmungen wie Gerüchte, verschwörungstheorien und andere ganz oder teil(un)gerechtfertigte Anschuldigungen helfen. Übrigens gibt es auch so etwas wie Unschuldvermutung auch für NGOs, Unternehmen und Institutionen nd wenn ich so sehen, was Monitor und andere schon angereichtet haben, braucht sogar ein Unternehmen, das Geschenkgutscheine produziert ein Risikomanagement.
    PS unter meinem Blognamen geschrieben, weil ich meine Unternehmenspartner nicht ins Gespräch bringen will. Die eigenen Ethikansprüche sollten nicht nur andere erfüllen sollen. Davon haben wir schon zuviel. (im Sinne von Monthy Python: …Aber jeder nur einen Stein!)

  5. @Olaf Grewe, herzlichen Dank für den sehr treffenden Kommentar zum Beitrag von @Anonym. Ich hatte gestern Nachmittag aufgrund eines Termins nur Zeit für ein paar schnell in die Tastatur gehackte Zeilen.

  6. @Badger H. West, herzlichen Dank für den ausführlichen und durchdachten Kommentar. In Sachen Krisenmanagement stimme ich ihnen zu. Das war mehr als „suboptimal“. Zum Interview der WWF-Mitarbeiterin hatte ich meine Meinung getweetet. Was in diesem Auftritt kommuniziert wurde, sowohl in Wort als auch in Körpersprache, hat dem WWF Schaden zugefügt. Persönlich halte ich ebenso wie Sie den Ansatz eines dialogorientierten Umgangs mit der Industrie durchaus für positiv. Er sollte allerdings nicht unkritisch sein.

    Auf eine solche Krise war der WWF meiner Meinung nach nicht vorbereitet, da

    der Effekt von Social Media sträflich unterschätzt wurde.

    die Kommunikation zur Echtzeit auf Social Media nicht verinnerlicht war: Die Leute sahen die Dokumentation, waren entsetzt und wollten sofort kommunizieren. Der WWF nicht.

    der WWF sich nicht vorstellen konnte, Ziel einer solchen Empörung zu sein und vor allem von den eigenen Fans angeschossen zu werden.

    Ich hoffe, dass diese Krise dem WWF Anlass zum Nachdenken bietet. Ich bin mir sicher, dass viele große Nonprofits nicht mehr schalten und walten können, wie sie wollen, sondern sich ihren Unterstützern stärker zuwenden müssen. Der Fall WWF hat das gezeigt. Und wer bei Greenpeace & Co. jetzt denken sollte, „das passiert uns nicht“, wird unangenehme Überraschungen erleben.

  7. Der WWF möchte kein Social Media, jetzt wollen sie wieder mails –
    back to web 0.9

    WWF :

    „Liebe Doro,
    hier geht es jetzt so sehr ins detail, dass wir das Thema hier im Forum nicht ausfüllend diskutieren können. Wir möchten aber gerne Stellung dazu nehmen und bitten dich, deine Frage an
    fakten@wwf.de
    zu senden. Dort können unsere Experten umfangreicher als hier Sellung dazu beziehen.
    Vielen Dank“

    “ Lieber User,
    wir denken an die Allgemeinheit hier und wollen, dass das Forum so vielen Menschen wie Möglich rede und Antwort steht. Die Beatwortung einer sehr komplexen Frage wie die erähnte könnte vielleicht 10 Word-Seiten erforden. Des würde zahlreiche allgemeinere Antworten zum Film verhindern und entsprechenden Unmut auslösen. Deswegen bieten wir euch an, Fachfragen über genannte Mail zu klären. Uns deswegent Zensur vorzuwerfen, finden wir in Anbetracht unseres Engagements hier nicht gerecht. Und bedenke, es gibt neben dieser Plattform noch eine Menge Arbeit im Naturschutz, die wir erledigen müssen.Wir fänden es schade, wenn unsere Arbeit unter dieser Doku leiden würde.“

    Meine Frage bleibt trotzdem unbeantwortet:
    Mir liegt die Powerpoint Präsentation v. D. Bieler auf World Ethanol Conference in Genf vor und ich wollte ja bloss wissen, ob der WWF rechtliche Bedenken gegen eine Veröffentlichung hätte.

    Ja / Nein Frage, leider wohl zu komplex für social media laut WWF …

    1. @Sebastian Lasse: Vielleicht sollten Sie den WWF noch einmal fragen in Sachen Präsentation. Ich wollte eigentlich nichts mehr über den WWF schreiben, bin aber mit der Reaktion der Naturschützer nicht einverstanden. Ein Unternehmen könnte so nicht reagieren. Die von Ihnen zitierte Formulierung zeigt, dass der WWF noch Nachholbedarf in Sachen Krisenmanagement hat: „Und bedenke, es gibt neben dieser Plattform noch eine Menge Arbeit im Naturschutz, die wir erledigen müssen. Wir fänden es schade, wenn unsere Arbeit unter dieser Doku leiden würde.” Wie bitte? Was gibt es zurzeit Wichtigeres, als mit den eigenen Unterstützern zu diskutieren? Da sind die Prioritäten noch nicht klar.

      1. Habe ich nun –
        insgesamt sechs mal – die wollen NICHT. traurig.
        Hab selbstkritisch dazugeschrieben, was ein Journalist nicht gern tut:

        „Ach ja, ich bin ein Schussel, nicht, dass ich sie irgendwo liegenlasse …“
        (und sie womöglich einer findet, der sich mit anonymen filehostern auskennt)…

        Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

        1. @Sebastian Lasse, was ist denn so brisant an den Unterlagen? Wenn die wirklich der Knaller sind, dann gehören die in die zur Zeit laufende öffentliche Diskussion. Und dem WWF unter die Nase gehalten mit der Bitte um Stellungnahme.

          1. Lieber Helge Weinberg,

            1. Dass die Unterlagen „brisant“ sind – hast Du reininterpretiert.
            Allerdings wohl aufgrund der Reaktion des WWF-social-media-teams ;-))

            2. Habe ich mit dem Zitieren aus den Unterlagen als journalistisches Mittel bereits begonnen. U.a. auch im WWF-Forum (seitdem wieder geöffnet, ach ja – bin berufstätig)

            3. Werde ich auch noch beschreiben, wie Frau Bieler auf der Konferenz auftrat, was sie sagte.

            Probleme für mich:
            1. Der WWF überzieht Journalisten gerade mit einer Klagewelle.
            Auch gegen den Film gibt es bislang 6 Klageandrohungen.
            Der WWF droht im Forum ausdrücklich, er werde weiter gegen ungerechtfertigte Aussagen rechtlich vorgehen.

            2. Ich nehme das Copyright genau. Das Dokument ist als ©WWF gekennzeichnet, enthält z.B. Material von Fotojournalisten etc.

            1. @Sebastian Lasse, wenn mir jemand seine Überlegungen mitteilt, Dokumente „versehentlich“ auf anonymen Filehostern hinterlegen zu wollen, dann gehe ich davon aus, dass diese Dokumente brisant sind. Sonst würde ich mir diese Mühe nicht machen. 😉 Aber da kann ich nur für mich sprechen.

              Ich halte es für gut und richtig, weiter mit dem WWF zu diskutieren. Ob die nun diskutieren wollen, das steht auf einem anderen Blatt. Man kann sie dazu nicht zwingen. Man kann ihnen aber die Konsequenzen klar machen. Zurzeit befürchte ich allerdings, dass die dafür nicht empfänglich sind.

              Klagewelle: Davon weiß ich nichts. Allerdings habe ich mich auch etwas aus der Diskussion mit dem WWF ausgeklinkt. Wer hat nachweislich Klageandrohungen erhalten und weswegen? Ich persönlich halte Klagen für einen schlechten Weg, sich mit unliebsamer Presse auseinander zu setzen.

              Der WWF droht mit rechtlichen Schritten: Mir liegt nur die folgende Äußerung von WWF-Deutschland vor: „…Nachdem wir nun den Film gesehen haben und uns mit mehreren Falschaussagen konfrontiert sehen, prüfen wir zurzeit auch weitere rechtliche Schritte. Allerdings möchten wir uns in erster Linie darauf konzentrieren, die gegen uns erhobenen Vorwürfe zunächst inhaltlich zu widerlegen und mit enttäuschten und überraschten Spendern ins Gespräch zu kommen…“ Der WWF bezieht sich explizit auf Wilfried Huismann. Was nicht neu ist. Haben Sie anders lautende Aussagen vorliegen?

              Suchen Sie weiter das Gespräch. Erwarten Sie im Moment nicht zu viel. Ich würde mich aber doch etwas wundern, wenn es dem WWF gelingen würde, sich wieder komplett einzuigeln. Hier wird ein Umdenken in Sachen Kommunikation & Dialog einsetzen, so meine Hoffnung.

  8. Ach ja – und was „ungerechtfertigt“ ist, entscheidet hier leider nicht die Öffentlchkeit, sondern der WWF.

    Dein Zitat im neueren Post:
    „Was ich nicht nachvollziehen kann, ist der jetzige kommunikative Umgang mit Unterstützern (oder auch Gegnern). Das ist nicht nur dilettantisch, das ist oft abwertend, was da passiert. Das fördert gerade nicht die Bindung an den WWF oder die Verständnisbereitschaft. Ein echter Dialog auf Augenhöhe wäre schon gut.“

    Eben – ich auch nicht.

    1. Doch, es entscheidet die Öffentlichkeit. Die macht sich ein Bild davon, wie der WWF kommuniziert. Der Film hat viele Menschen geschockt, die im Film gezeigten Interviews mit dem WWF haben viele Menschen abgeschreckt. So mein Eindruck aus Gesprächen mit Menschen, die den WWF bisher nicht so gut kannten.
      Der Reputationsverlust ist beachtlich. Ich habe leider den Eindruck, dass das WWF-Kommunikationsteam aus dem Desaster bisher nicht sehr viel gelernt hat. Für mein Befinden mauert die Organisation nach wie vor. Sie kommunizieren, aber mit angezogener Bremse. Und auf Distanz bedacht. Aber darüber hatte ich schon geschrieben.

  9. Ich beziehe mich auf die aktuellen Aussagen vom WWF –
    die wollen mich im Forum nicht …

    Meine kommentierte Stellungnahme HIER:

    WWF:
    „Lieber Sebastian Lasse,
    Vielleicht lässt sich Ihre Unzufriedenheit dadurch erklären, dass Sie ausschließlich dieses Forum, noch dazu auf eine sowohl thematisch als auch beitragsmäßig sehr umfangreiche Weise, für Ihre journalistischen Anfragen nutzen.“
    SL:
    Dies tue ich absolut nicht, dies ist eine Haltung von vorgestern.
    Es handelt sich hier um ein freies Diskussionsforum. „99 Prozent“ ziehen unabhängige Quellen für die Diskussion heran.
    Meine Meinung : Ihr seid genervt, weil ich Eure teils plumpen Falschbehauptungen umgehend wiederlege (siehe auch DZI-Siegel, letzter Post)
    WWF:
    Ihre Kollegen gehen den regulären Weg der Pressestelle. Wir würden deswegen auch Sie bitten, diesen Weg zu gehen, damit dieses Forum einerseits seinen ursprünglichen Charakter behält und wir Ihnen anderereits gezielt helfen können. Die Kollegen helfen Ihnen gerne und bestmöglich weiter.
    SL:
    Das habe ich, wie hier geschrieben GESTERN (!) getan und meine Position dargelegt, Eure Frau Deilmann hat aber nicht geantwortet.
    WWF:
    Um Ihre Recherchebedürfnisse bestmöglich beantworten zu können, würden wir Sie bitten, Ihre Fragen zu bündeln und wenn möglich in einer Mail oder einem Telefonat zusammenzufassen. Dazu würden wir Sie bitten, wie es gängige journalistische Praxis ist, sich mit Ihren konkreten Anliegen und der Redaktion, für die Sie arbeiten, an die Kollegen zu wenden. So gehen übrigens, nur zu Ihrer Information, 99 Prozent Ihrer Kollegen aus eigenen Stücken vor.
    SL:
    Gegenfrage: Warum eröffnet Ihr Diskussionen auf allen web und social media Kanälen, wenn Ihr bloss eMails o. Telefonate, aber keine „unmittelbare, kritische Öffentlichkeit“ und kein direktes Nachhaken haben wollt?
    WWF:
    Die von Ihnen gesammelten Recherchen können Sie ja dann völlig frei und von uns unzensiert in den von Ihnen bedienten Medien darstellen – vorausgesetzt die dort aufgestellten Behauptungen sind faktisch richtig. Selbstverständlich haben Sie wie alle Journalisten die Möglichkeit, bei uns ein Hintergrundgespräch anzufragen.
    SL:
    Das werde ich nach wohlverdientem Urlaub tun.

  10. Ganz schön frech finde ich auch, dass der WWF die „Eigenposts“ permanent abändern kann und abändert.
    Das scheint niemand zu merken.
    Dies erweckt bei Diskutierenden aber den Eindruck, der WWF hätte von Anfang an so geantwortet.
    Post zum DZI Spendensiegel:
    Gegen Mittag behaupteten sie
    „Auch die Stiftung Warentest belegt“
    Jetzt heisst es im GLEICHEN Post (NACHDEM ich das aufklärte)
    „bis 2004 galt folgendes, wenn wir aus der Stiftung Wahrentest zitieren dürfen:“

  11. Vor längerer Zeit, Auge in Auge mit einem indigenen Stammesangehörigen irgendwo im Amazonas an der Grenze zu Venezuela… Er hatte zuvor irgendwie einige Sprichworte auf Englisch aufgeschnappt:
    “ Take care of me in the silent waters, cause in the troubled water I can take care of myself“ –

    Leider gilt dies wohl nicht für die Krisenkommunikation des WWF 😉

    1. @Sebastian Lasse, wenn die Leute vom WWF nicht kommunizieren wollen, dann können Sie sie, wie gesagt, nicht dazu zwingen. Was hindert Sie daran, die Pressestelle zu kontaktieren, wie auch vom WWF vorgeschlagen? Vielleicht ergibt sich daraus ein Dialog. Ich habe die Aktivitäten des WWF jetzt nicht mehr weiter verfolgt, da ich auch noch etwas Geld verdienen muss 😉 Und ich werde mich jetzt aus der Diskussion ausklinken. Meine Bitte an sie: Setzen sie sich direkt mit der WWF Pressestelle in Verbindung. Mehr geht von meiner Seite im Moment nicht.

      1. Pressestelle hatte ich direkt kontaktiert. Haben sich nicht zurückgemeldet.
        Fakt:
        Jetzt 11.11 Uhr – WWF Forum ist (noch ?) geschlossen …

        Letzter Post von gestern war:
        Liebe User,
        für heute schließen wir das Forum. Wir bedanken uns für eure Beteiligung und sind morgen wieder hier für euch.
        Euer WWF-Team

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