Jetzt NEU: Telefonseelsorge durch die Telekom!

Es ist schön, Freunde zu haben. Für ein nettes Telefonat ist die Telekom Direkt immer gut.

Die Deutsche Telekom Direktvertrieb und Beratung (liebevoll Telekom Direkt genannt) ist besser als es der Ruf des Mutterunternehmens erscheinen lässt. Sie kümmert sich um mich. Immer wenn ich in Selbstzweifeln versinke, eine Kreativblockade habe, oder mich wirklich gar keiner mehr anrufen will, dann summt das Telefon. Alle paar Wochen erhalte ich DEN ANRUF und eine nette (meist weibliche) Stimme fragt mich: „…Kracks, knurspel, räusper, ähem… Spreche ich mit dem Haushalt von Helge Weinberg?“ Ich ziere mich dann meist etwas und antworte lediglich mit einem kurzen „Ja“. Das hat schon Tradition.

„Sie haben doch diesen 6.000er Anschluss?“ „Ja“, antworte ich zögernd. Es ist mir nach so vielen Anrufen doch etwas peinlich, immer noch diese mickrige Übertragungsrate zugeben zu müssen. Ermuntert fährt die Stimme dann fort: „Also, wir haben da dieses tolle Angebot, der 16.000er Anschluss…“ „Hmm, ja…? So oder so ähnlich geht’s dann weiter. Wie die Gespräche enden, weiß die nette Stimme von Telekom Direkt schon vorher. Nach gefühlten 20 Anrufen habe ich immer noch die 6.000er Leitung.

Die Anrufe haben mir einige unverhoffte und nette Sozialkontakte beschert. Was ich als Großstädter sehr zu schätzen weiß. Beim Telekom Shop im Heußweg in Eimsbüttel (das ist ein Stadtteil von Hamburg, der ganz hip ist sein will) beispielsweise. Wo eine sehr nette Mitarbeiterin meinte, dass sie die Anrufe gar nicht verstehen würde. Ich wäre doch schon lange von der Liste derjenigen gestrichen, die die Telekom für würdig erachtet, Anrufe zu bekommen. Ob ich da sicher sei? Na ja, eigentlich schon.

Heute rief sie mich wieder an, die Telekom Direkt. Wieder eine freundliche Dame, sehr nette Stimme, aber leider eine andere als die letzten Male. Die war mir richtig ans Herz gewachsen. Ob ich nicht Interesse hätte an… Ich fragte, ob ich nicht auf der Liste derjenigen verzeichnet sei, die keine Anrufe von Telekom Direkt verdient hätten. Nein, verneinte sie. Bei mir sei Bahn frei in Sachen „Call & Mail“. Da war ich einigermaßen erleichtert. Sobald ich wieder mal am Telekom Shop im Heußweg vorbeikomme, werde ich fragen, ob ich diese Anrufe nicht vorbuchen kann. Möglichst auf kurzfristigen Abruf, mit einem genauen Termin. Für den Fall, dass ich mich in der Stadt wieder mal einsam fühle und mit jemandem sprechen will, der mir einfühlend zuhört. Dann können wir auch über die 16.000er Leitung sprechen. Versprochen, liebe Telekom Direkt. Direktmarketing: Ich liebe es.

Dieser Beitrag ist Teil 1 einer Serie (wahrscheinlich) über Telekom Direkt.  Ich freue mich auf weitere verständnisvolle Anrufe.