Leitfaden „Employer Branding für den Mittelstand“: Eine kurze Anleitung für die Do-it-yourself-Arbeitgebermarke.

Ein Magnet für Bewerber zu sein, aus den (möglicherweise) Besten der Besten auswählen zu können. Was den großen Unternehmen immer noch leicht zu fallen scheint, das würde sich mancher Mittelständler wünschen. Das Bewerberwunder ist in der Regel das Resultat von strategischer Planung und minutiös geplanter Umsetzung.

Welche Arbeitsschritte sind im Unternehmen erforderlich, um sich erfolgreich von der Konkurrenz abzuheben? Um zur Marke auf dem Arbeitsmarkt zu werden, zur Employer Brand? Der vor einigen Tagen erschienene Leitfaden „Employer Branding für den Mittelstand“ gibt eine erste und recht umfassende Orientierung.

Die Lektüre von Fachbüchern oder das Gespräch mit Fachleuten ersetzt er nicht. Das ist wohl auch nicht geplant. Allerdings ermöglicht es der Leitfaden, Werbeagenturen (die dieses Feld als potenzielle Goldgrube für sich entdeckt haben) und anderen Beratern die richtigen Fragen zu stellen. Herausgeber des Leitfadens sind compamedia und die wbpr_Kommunikation.

Im Grunde genommen ist ein Employer Branding Prozess nichts anderes als ein ganz normaler Strategieprozess, den Unternehmen aus dem Marketing und der PR kennen. Die klassische Abfolge: SWOT-Analyse, Strategiedefinition, hier vor allem die Positionierung mit allen Einzelelementen, daraus resultierender Claim und dann (erst dann!) kommt die kommunikative Umsetzung. Und der Knaller-Facebook-Account, die Karrierewebseite, das neue Anzeigendesign.

Wie kommt es eigentlich, dass sich viele der bekannten deutschen Employer Brands kaum voneinander unterscheiden? Mögliche Antworten: Der Prozess wurde nicht ganz zu Ende gedacht. Oder nicht konsequent genug durchgeführt. Es kann aber auch daran liegen, dass alle Unternehmen ihre Fotos für Webseite und Werbung bei den gleichen Bildagenturen zu ordern scheinen. Der Leitfaden weist zu Recht auf eine emotionale Ansprache der Bewerber durch Bilder hin.

Branding bedeutet Abgrenzung von anderen, die Alleinstellung, das Eigenständige zu betonen. Das reicht aber nicht aus, um eine erfolgreiche Brand zu werden. Branding bedeutet zudem, nicht nur rational zu argumentieren. Es bedeutet, Emotionen zu wecken und Motive zu bedienen.

Darauf geht der Leitfaden „Employer Branding für den Mittelstand“ zum Teil ein. Stichworte: „Bildsprache“ und Vermeiden von „Allerweltsfloskeln“. Zum Engagement im Social Web kommt der Rat „Werden Sie aber nur dort aktiv, wo sich Ihre Zielgruppe tummelt.“ Wohl wahr.

Interessenten können den Leitfaden hier bestellen oder als PDF herunterladen.

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