Durch hochwertige Inhalte Kunden angeln: Zusätzliche Budgets für Content Marketing.

Wenn es ein Thema mit Hype-Potenzial gibt, dann ist es Content Marketing. Marketingmanagern, Agenturchefs und Corporate Publishern „leuchten dabei die Augen“ (so die w&v), verspricht es doch zusätzliche Honorare und „bessere Zielgruppenansprache“.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ – langsam hat die alte Presse- und PR-Weisheit auch das Marketing erreicht. Statt billiger keyword-lastiger Texte wird es hochwertige Inhalte geben, die den Lesern einen echten Nutzen bieten sollen. Da freuen wir uns auf den Zuwachs an fundierten und geschmeidig geschriebenen Texten. Wie bei allen großen Innovationen gibt es natürlich wieder die üblichen Meckerer, die die Goldgräberstimmung stören. 😉 So hatten einige Experten behauptet, dass es so etwas wie Content Marketing schon immer gegeben habe, wenn auch unter anderem Namen. Das wird der allgemeinen Euphorie wenig Abbruch tun.

Facit Research, eine Tochter Serviceplan Gruppe, hatte zum Content Marketing „60 Experten aus 60 Unternehmen befragt – darunter Marketingleiter, Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Vertriebsleiter…“. Genauer gesagt: „…Geschäftsführer (28 Prozent), Marketingmanager (25 Prozent), Vertriebsleiter (20 Prozent), Vertriebsmanager (13 Prozent), Marketingleiter (12 Prozent). Die Hälfte entstammte dabei mittleren Unternehmen (100 bis 499 Mitarbeiter), die andere Hälfte großen Unternehmen (ab 500 Mitarbeiter)…“

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Erfreulich für Agenturen und Berater (wie mich): Die Budgets werden kräftig wachsen. In 2013 sind es durchschnittlich 126.000 Euro pro Jahr. In den kommenden fünf Jahren sollen es dann 266.190 Euro pro Jahr sein. Bei diesem Plus von 111 Prozent freut sich die Kommunikationsbranche.

Facit Research liefert auch gleich eine Definition von Content Marketing mit: „Unter Content Marketing ist die zielgruppenspezifische Ansprache via On- und Offline-Medien durch qualitativ hochwertige und kreative Inhalte zu verstehen.“

Welche Medien wollen die zukünftigen Content Marketing-Entscheider denn laut Facit Research nutzen? Newsletter, die eigene Website und Social Media wie Facebook, Twitter oder YouTube werden zuerst genannt. „…Blogs und Facebook Applications werden dagegen als Newcomer-Medien (Hervorhebung von mir) angesehen und noch wenig genutzt bzw. eingesetzt, obwohl sie für relevant befunden werden…“

Grafiken: Serviceplan