„Goldene Runkelrübe“ 2013: Gute Beispiele für Personalkommunikation müssen folgen.

Es gibt Awards, die möchte man nicht gewinnen. Die „Goldene Runkelrübe“ zählt dazu. Erstmals in diesem Jahr ausgelobt, zeichnete sie besonders peinliche Beispiele der Personalkommunikation aus.

Alle Nominierungen können hier eingesehen werden. Meine Meinung: Nicht alles davon ist so schlecht, dass es einer Prämierung mit der Goldenen Runkelrübe bedurft hätte. Gut möglich ist es, dass die Zielgruppen einige der Nominierungen ganz anders wahrnehmen als die Jury des Awards.

Viele Projekte dürften mit Begeisterung und Energie entstanden sein. Erinnern wir uns an das ebenfalls nominierte Karriere-Video der Sparda-Bank, die Sparda Movie Stars. Ja, es mag peinlich sein, aber die Begeisterung der Akteure ist deutlich zu spüren. Darüber hatte ich schon einmal im Blog geschrieben.

Manche Projekte hatten die Unternehmen mit gutem Willen gestartet, dann aber den Mut verloren, sie konsequent umzusetzen, oder es fehlte ein Konzept. Das kommt selbst bei Konzernen vor, die eine bekannte Employer Brand haben. Gut zu erkennen ist dies auf Facebook, wo Unternehmen ihre Pinnwand für Userposts sperren oder sich die dort kommunizierenden Unternehmensvertreter nicht namentlich zu erkennen geben. Dieses halbherzige Vorgehen ohne Konzept, das ist es, was ich hauptsächlich kritisiere. Denn das bringt in der Personalkommunikation wenig.

Wir haben gesehen, was schlechte Kommunikation ist. Diese Kritik hilft den Unternehmen nur bedingt weiter. Jetzt wären Rezepte für gelungene Kommunikation gut. Hier sind sowohl die Initiatoren der Goldenen Runkelrübe gefragt, als auch die anderen Mitglieder der Jury. Zu denen ich zähle.

Diesen Kommentar hatte ich gestern ebenfalls im PR-Journal veröffentlicht.

Einen umfassenden Beitrag zum Award finden Sie im Blog von Henner Knabenreich.

Hier kommt der Gewinner des Awards in der Kategorie „das peinlichste Karriere-Video“: