PR Report Awards versus Leipziger Public Relations Studenten

100 Prozent Public Relations: Die letzten Tage war ich ausschließlich in Sachen PR unterwegs. Die Mission: Gewinnen neuer Erkenntnisse, Austausch mit anderen PR-Experten, Kennenlernen interessanter Menschen und Auffrischen alter Kontakte.

In der „Szene“ hatte ich mich einige Zeit rar gemacht. Schon länger gilt der Personalkommunikation mein Interesse und so konnte man mich in letzter Zeit eher auf der „Zukunft Personal“ antreffen als auf einem PR-Kongress. Zudem hatte ich viele Jahre in der Welt der Nonprofits und Internationalen Organisationen gearbeitet und mich in erster Linie in einem politischen Umfeld bewegt.

Jetzt gab es PR im Doppelpack. Zusammen mit Gerhard Pfeffer und Thomas Dillmann vom PR-Journal besuchte ich letzten Donnerstag die Verleihung der PR Report Awards 2013 in Berlin und am Freitag das 8. LPRS>>Forum der Leipziger Public Relations Studenten (LPRS). Dieses stand unter bewusst kontroversen Motto „PR versus HR: Wer hat die Lizenz zur Personalkommunikation?“ Darüber hatte ich bereits gebloggt.

Meine Eindrücke in Stichworten:

Das Highlight in Berlin war die Moderation. Wie Barbara Schöneberger selbstironisch-humorvoll und gelegentlich bissig durchs bekannte Programm führte, das hatte Unterhaltungswert.

Das Lowlight war für mich die Anmerkung eines Preisträgers im Überschwang der Gefühle: „Wir verkaufen alles, ob Katholikentag oder Kartoffelsalat.“ Nun ja, über soviel Professionalität freut sich der Kunde.

Beeindruckt hat mich die Skills Group aus Wien. Diese trat meines Wissens zum ersten Mal bei den PR Report Awards an und räumte direkt in zwei Kategorien ab, in „Verantwortung/CSR“ und „Low Budget“.  Diese trat erstmals in 2012 bei den PR Report Awards an und wurde dabei zweimal Finalist. In diesem Jahr gewann sie dann Awards in zwei Kategorien, in „Verantwortung/CSR“ und „Low Budget“. (Danke an @skillstracker für die Nachricht und Korrektur.)

Weniger beeindruckt war ich von den Spots und der Musik. Von den Spots blieb mir keiner in Erinnerung. Die Musik wiederum hörte sich an, als würden gleich „Gladiator“ Russell Crowe und diverse Mitstreiter aus Hollywood-Monumentalfilmen zum finalen Schwertkampf in den Ring treten.

Wirklich gut fand ich hingegen den Spot der Leipziger PR-Studenten. Der führte erfrischend-witzig in das Thema ein und war ein guter Opener für die Diskussion. Die Veranstaltung der LPRS war ausgesprochen professionell organisiert und rundum gelungen. Ob HR die PR liebt, wie es Jannis Tsalikis schreibt, das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Ich glaube eher, dass von Liebe noch keine Rede ist, sondern sich hier zwei noch finden müssen.

PR Report Awards versus Leipziger Public Relations Studenten: Die nächsten Preisträger stehen schon in den Startlöchern. Sowohl in Berlin als auch in Leipzig machte der Nachwuchs eine gute Figur und präsentierte sich kreativ und originell – und als PR-Profis.

Last but not least, der PR Report Award 2013 für das „PR-Team des Jahres“ ging diesmal an die Deutsche Bahn AG. Auszug aus der Laudatio: „…Ob auf Facebook, Youtube oder Foursquare: Die Bahn tritt professionell auf allen Plattformen auf – mit kurzen Reaktionszeiten, kreativen Kampagnen und bisweilen mit einem ordentlichen Schuss Selbstironie…“

Das finde ich auch. Die Leistungen der Deutschen Bahn erzeugen bei mir schon einmal gemischte Gefühle. Die Kommunikation hingegen ist hochprofessionell. Darüber werde ich in ein paar Tagen mehr schreiben.

PR Report Awards 2013
PR Report Awards 2013: „Young Professionals des Jahres“ / Initiative „#30u30“ („30 unter 30“)

Ganz herzlichen Dank an beide Veranstalter! Und ganz besonderen Dank an Gerhard Pfeffer und Thomas Dillmann vom PR-Journal!