Wie SHK-Handwerker Auszubildende und Fachkräfte gezielt finden können

In der IKZ-HAUSTECHNIK, der führenden Zeitschrift der SHK-Branche, habe ich darüber berichtet, wie Handwerksbetriebe erfolgreich den Azubi- und Fachkräftemangel meistern. Der Beitrag in der Ausgabe 12/2015 beschäftigt sich mit den folgenden Fragen:

  • Wie kann ein Handwerker seine Zielgruppen (Azubis und Monteure) erreichen, wo kann er sie ansprechen.
  • Wie kann er sie für sich gewinnen und an sein Unternehmen binden.

Das klingt alles ganz einfach, ist aber in einem extrem engen Markt (durchweg bei Monteuren, zum Teil aber auch bei Azubis) alles andere als das. Trotzdem gibt es Handwerker, die sich sehr erfolgreich um Personalgewinnung und -Bindung bemühen.

In dem Beitrag in der IKZ-HAUSTECHNIK kommen einige von ihnen zu Wort. Ich habe in erster Linie Fragen gestellt und die Unternehmen ihre Lösungen schildern lassen. Nach meiner Erfahrung gibt es in einer Branche immer Vorreiter, die neue Wege gehen. Sie haben ausprobiert und investiert. Ihr Wissen ist wertvoll für andere Unternehmen. Das Teilen von Erfahrungen und Wissen ist heute wichtiger denn je zuvor.

Aktuell zeigt sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Das schreibt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Fachkräfteengpassanalyse vom Dezember 2014. Aber es gibt Ausnahmen – und viele davon sind im Handwerk zu finden.

Wenn auf 100 offene Stellen weniger als 300 Arbeitslose kommen, das sei laut Arbeitsagentur ein Anzeichen für einen Engpass in einem Beruf. Ein klares Anzeichen für Fachkräftemangel sei es, wenn die regionale Vakanzzeit mindestens 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe liegen und es weniger als 150 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen geben würde. In der SHK-Branche kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen 59 Arbeitslose und die Vakanzzeit liegt bei 117 Tagen (= 46 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe). Knapper geht es kaum.

In weiteren Beiträgen werde ich -versehen mit vielen Fallbeispielen- Erfolgsrezepte zu einzelnen Aspekten der Fachkräftegewinnung und -Bindung schildern. Hier geht es nicht um die neuesten (oft technischen) Errungenschaften. Die Zielgruppen des Handwerks gehen meist ganz konservativ auf Jobsuche. Das hat Vor- und Nachteile für die Handwerksunternehmen. Doch mehr davon in Kürze.

Foto: Arnold Rückert GmbH, Hamburg / IKZ-HAUSTECHNIK