Peter Kropsch: „Wir müssen das tun, was die Leute atemlos macht“

Hurry up & innovate! Wie schnell können wir die Medien retten, um einen relevanten Journalismus zu erhalten? Nicht sehr schnell, lautet mein Fazit zu einem Gespräch mit Peter Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur (dpa, Foto li.), und Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion in Berlin. Ihre Rezepte auf einer Veranstaltung von news aktuell am 17. Oktober in Hamburg: Metadaten stärker nutzen, Paywalls einrichten, Bezahlmodelle technisch optimieren. Auch von der Relevanz der Inhalte war vielfach die Rede. So richtig konkret wollte dann aber keiner werden.

Die wohl wichtigste Aussage des Abends kam meiner Meinung nach von Peter Kropsch: Die Medien müssten sich daran orientieren, was für die Lebenswelt der Leser relevant sei. „Was uns atemlos macht, das muss auch unsere Leser atemlos machen“. Nicht das gegenseitige auf-die-Schultern-klopfen in der Journalistenblase zählt also laut Kropsch für das Überleben der Medien, sondern allein die Interessen der Leser. Klingt ganz einfach? Erstaunlicherweise tun sich so manche Medien schwer damit. Mehr dazu (hoffentlich) in Kürze.

Meinen Beitrag zu dem Gespräch finden Sie im PR-Journal.