Amazon: Die Mitarbeiter als High-Performance-Meerschweinchen?

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nicht für eine mitfühlende Art bekannt. Seit einem Bericht in der New York Times (NYT) vom 15. August allerdings ist Empathie und Verständnis angesagt. Das dürfte einem Menschen schwer fallen, der laut dem NYT-Bericht Harmonie am Arbeitsplatz für überbewertet hält. „Der Artikel beschreibt nicht das Amazon, das ich kenne“, schrieb Bezos in einer E-Mail an die Mitarbeiter.

Warum tun sich Menschen einen Job bei Amazon an? In einem Beitrag im PR-Journal habe ich mich an einer Erklärung versucht. Eine Aussage: Die Reputation des Unternehmens ist für so manche Bewerber anscheinend nicht wichtig. Es zählen das Ticket “Global Player” im Lebenslauf und der Thrill, gestalten zu können, an die Grenzen zu gehen.

Der letzte Satz dieses Beitrags lautet: “Denn es ist gut möglich, dass das Modell Amazon nicht so einzigartig bleibt, schreibt die New York Times.” Heute früh fand ich in der “ZEIT” die dazu genau passende Story. Zitat gefällig: “Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind hart. Aber auch deutsche Firmen greifen zu umstrittenen Methoden, um Mitarbeiter auszusortieren.”

Update 23.08.15: Der Beitrag wurde heute auch im Crosswater Job Guide veröffentlicht.