StepStone-Studie Arbeiten 4.0: Was Bewerber wollen

Geeignete Kandidaten zu finden – das stellt für drei von vier Recruitern die mit Abstand größte Herausforderung bei der Mitarbeitersuche dar. Jeder zweite Recruiter nimmt den Aufbau der Arbeitgebermarke und die Vermittlung eines positiven Unternehmensimages als höchst anspruchsvoll wahr. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von StepStone.

Die Trendstudie mit dem Titel „Arbeiten 4.0 | Job & Karriere | Recruiting“ zeigt zudem: Jeder Zweite findet es schwierig, die Anforderungen der Bewerber in Sachen Gehaltsvorstellungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erfüllen. Die Online-Jobbörse hatte 1.000 Personalverantwortliche in Unternehmen und mehr als 17.000 Fachkräfte befragt.

Fachkräfte sind anspruchsvoll

Spezialisten seien rar und anspruchsvoll, so die Aussagen der Studie. Bei ihrem Job legen sie besonderen Wert auf Arbeitsinhalte (92 Prozent), eine gute Beziehung zu Kollegen (89 Prozent) und klare Anforderungen und Ziele. Sie streben einen Jobwechsel an, um sich weiterzuentwickeln (75 Prozent) und mehr zu verdienen (60 Prozent). 87 Prozent der Befragten sind offen für interessante Stellenangebote.

Mit guter Candidate Experience punkten

Im Wettbewerb um die besten Talente können Recruiter mit einer Bewerberkommunikation punkten, die sich an den Bedürfnissen der Kandidaten orientiert. So wollen Deutschlands Fachkräfte im Rahmen ihrer Jobsuche detailliert informiert werden. In Stellenanzeigen vermissen sie Informationen zu Gehalt und Zusatzleistungen, zur Gestaltung der Zusammenarbeit und die Darstellung des Unternehmens aus Sicht der Mitarbeiter. Jeder Zweite wünscht sich transparentere Angaben zu Arbeitszeit und Work-Life-Balance.

Zukunft der Bewerbung ist einfach, schnell und mobil

Der Bewerbungsprozess ist aus Sicht der Kandidaten gespickt mit Hürden: 62 Prozent fällt es schwer, ein Anschreiben zu formulieren, jeder Vierte hadert mit der optischen Gestaltung seiner Bewerbung. Auf der anderen Seite erhalten immer noch 31 Prozent der befragten Recruiter Bewerbungen bevorzugt schriftlich per Post. Hier ist ein Umdenken seitens der Unternehmen gefordert, denn die StepStone-Trendstudie zeigt auch: Immer mehr Kandidaten wollen sich schnell und unkompliziert per Smartphone oder Tablet bewerben.

Mein Kommentar:

Soweit die Pressemitteilung zur Studie. Hier hat StepStone den Rundumschlag versucht, pünktlich zur Zukunft Personal 2015 und deren Motto „arbeiten 4.0 – Personalmanagement im digitalen Wandel“. Die Studie greift fast schon zu viele Themen auf: Anmerkungen zu einer veränderten Arbeitswelt zählen ebenso dazu wie Bewerberpräferenzen hinsichtlich des Arbeitgebers, zur bevorzugten Bewerbungsform, Angaben zu Gründen für einen Jobwechsel und zu dem perfekten Arbeitsplatz, zur Bewerbermobilität wie auch zu den Herausforderungen für Recruiter.

Die Anforderungen der Fachkräfte an Stellenanzeigen dürfen nicht fehlen. Zum Abschluß der Studie gibt es noch eine Prise Mobile Recruiting. Mehr geht wirklich nicht. Die Candidate Experience (HR-Modewort des Jahres) spielt dabei stets eine Rolle, die von StepStone in der Headline der Pressemitteilung erwähnte Bewerberkommunikation ebenfalls.

Ich werde in den nächsten Tagen einzelne Punkte der Studie aufgreifen und kommentieren. Viele Aussagen decken sich mit denen anderer Studien, einige nicht. Aber dazu komme ich dann in Kürze.

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